Als mein Kinderwunsch stärker wurde, stellte das Leben Fragen, auf die ich keine Antworten hatte.
Lange glaubte ich, man könne einfach arbeiten, ein Kind bekommen – und der Rest würde sich schon fügen. Ein schöner Gedanke, nur leider nicht realistisch. Ich hielt an meinem Job fest, weil ich glaubte, er würde mir Sicherheit geben. Bis ich erkannte: Stabilität entsteht nicht automatisch, nur weil man durchhält. Und eine Festanstellung ist keine Garantie – weder für Geld noch für Freiheit.
Je klarer dieser Wunsch wurde, desto deutlicher spürte ich, dass mein damaliges Leben dafür nicht gebaut war. Ich funktionierte. Leistete. Hielt durch. Gleichzeitig entfernte ich mich immer weiter von mir selbst. In jeder Vorstellung von Mutterschaft lag auch Angst:
Wie soll ich ein Kind begleiten, wenn ich mich selbst kaum noch spüre?
Also begann die Suche. Nach Möglichkeiten. Nach Lösungen. Nach einem anderen Weg.
Ich kaufte Kurse, sammelte Strategien, probierte alles aus. Viel Input – keine Orientierung. Ich wollte alles richtig machen, verstand viel, setzte um. Doch innerlich blieb es still. Nicht, weil ich unfähig war, sondern weil ich noch nicht wusste, wer ich in diesem Leben eigentlich sein will.
Erst als ich den Mut fand, ehrlich hinzusehen, wurde klar, woran es wirklich lag:
Ich war gebunden an Erwartungen. An Muster. An das Bedürfnis, niemanden zu enttäuschen.
Funktionieren statt führen.
Gefallen statt fühlen.
Human Design. Seelenplan. Lebenszahl.
Keine Antworten – sondern Spiegel.
Sie zeigten mir, wer ich bin, wenn ich niemandem gerecht werden muss außer mir selbst.
Und plötzlich wurde es offensichtlich:
Mein Widerstand galt nicht dem Business.
Er galt allem, was unecht ist.
Je mehr ich mich vom Außen löste, desto klarer wurde es innen. Und als ich aufhörte, Systeme anderer zu kopieren, entstand etwas Eigenes. Nicht als Strategie – sondern aus mir heraus.
So entstand MommyOnHerTerms.
Kein Businessname.
Ein Versprechen.
Mutter werden – aber nicht um den Preis von mir selbst.
Ein Leben erschaffen, in dem Mutterschaft Platz hat.
Nicht eines, in dem ich mich dafür verliere.
Veränderung beginnt nicht aus Mut.
Mut entsteht, wenn man sich für Veränderung entscheidet.
Vielleicht erkennst du dich in Teilen wieder.
Vielleicht auch nicht.
Aber wenn etwas in dir wächst – ein Wunsch, ein Ruf, ein „So kann es nicht weitergehen“ – dann ist das oft genug.
Man braucht nicht alle Antworten.
Manchmal reicht es, die richtigen Fragen zu stellen.